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Austritt aus einer Glaubensgemeinschaft

Allgemeine Informationen

Die Erklärung über den Austritt aus gesetzlich anerkannten Kirchen, Religionsgesellschaften und staatlich eingetragenen religiösen Bekenntnisgemeinschaften erfolgt seit dem Inkrafttreten des Gesetzes für interkonfessionelle Rechtsverhältnisse aus dem Jahre 1868 über eine Behörde.

Voraussetzungen

Ein Austritt kann nur dann rechtswirksam werden, wenn richtige Angaben über die bisherige Zugehörigkeit zu einer Religionsgemeinschaft gemacht werden und die Behörde den Austritt der richtigen Religionsgemeinschaft mitteilt.

Daher ist es auch im Sinne der Austretenden/des Austretenden, einen Nachweis über die Mitgliedschaft zu erbringen. Es soll vermieden werden, dass "sensible" Daten der Religionszugehörigkeit einer Person unter Umständen einer falschen Religionsgemeinschaft weitergeleitet werden.

Zuständige Stelle

  • Bezirkshauptmannschaft
  • in den Statutarstädten: der Magistrat


Verfahrensablauf

Der Austritt erfolgt durch persönliche Vorsprache oder schriftlich über das Online-Formulars. Wird der Austritt schriftlich bekannt gegeben, müssen Kopien der Unterlagen beigelegt werden.

Die Austrittserklärung wird von der Behörde an die zuständige Vertretung der Religionsgemeinschaft weitergeleitet. Nach dem Austritt aus einer Religionsgemeinschaft sind Sie ohne Bekenntnis (o.B.). Dies muss erforderlichenfalls bei Angaben des Religionsbekenntnisses angegeben bzw. eingetragen werden.

Erforderliche Unterlagen

Nachweis der Mitgliedschaft in der Religionsgemeinschaft, beispielsweise durch:

  • Taufschein
  • Trauschein (falls verheiratet, wegen Namensänderung)
  • Firm- oder Konfirmationsbestätigung
  • Beitragskontonummer laut Zahlungsnachweis oder Zahlungsaufforderung
  • Sonstige Bestätigung der Religionsgemeinschaft über die Mitgliedschaft

Kosten

Für den Austritt aus einer Religionsgemeinschaft an sich fallen keine Gebühren an.

Zusätzliche Informationen

Ausländische Staatsbürgerinnen/ausländische Staatsbürger können ihre Erklärung über den Austritt aus ihrer Religionsgemeinschaft an die österreichische Behörde richten, wenn sie ihren Hauptwohnsitz in Österreich haben.

Wer seinen Wohnsitz von Österreich ins Ausland verlegt hat und dort sein Religionsbekenntnis aufgeben möchte, muss das jeweilige ausländische Recht beachten und sich vor Ort erkundigen, welche Schritte bei einem Austritt erforderlich sind.

Im Falle einer Rückkehr nach Österreich wird empfohlen, dem Geburts- oder Trauungspfarramt den Religionsaustritt - unter Beifügung des vom Wohnsitzstaat ausgestellten Dokumentes über den Religionsaustritt - (schriftlich) bekannt zu geben.

Ein Eintritt bzw. Wiedereintritt in eine Religionsgemeinschaft erfolgt bei der jeweiligen Religionsgemeinschaft.

Zuständigkeit

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